Einsatzablauf

B-17G im Landeanflug

Die Flugüberwachung empfängt die Funksignale der sich nährenden Bomberformation. Der Operationsoffizier wartet schon im Kontrollturm. Der Offizier vom Dienst informiert die Militärpolizei, den Ambulanzdienst und das Brandbekämpfungspersonal. Beim Anflug der Landebahn haben sich die Bomber schon in Abständen formiert, wobei die Flugzeuge mit Verletzten Vorrang haben. Nachdem diese Bomber gelandet sind, setzt die Staffel zur Landung an, die auf niedrigster Höhe fliegt. Die Bomber landen in Abständen von ungefähr 20 Sekunden, wobei Flugzeuge mit Verletzten sofort die Rollbahn verlassen, damit Wunden vom wartenden Ambulanzdienst versorgt werden können. Die anderen Bomber rollen derweil mit Hilfe der zwei Außenbordmotoren direkt zu ihren entsprechenden Verteilungspunkten.

Die Flugzeugbesatzung steigt aus, streckt sich, untersucht dann ihr Flugzeug und packt ihre Flugtaschen. Die Bordschützen bauen die Geschütze ab und säubern sie, so dass das Personal der Nachschub- und Munitionsversorgung sie später abholen kann. Der Pilot füllt das 1A-Formular aus, um jegliche Flugschwierigkeiten oder Schäden, die das Flugzeug während des Einsatz erlitten hat, zu melden.

Ein Lastwagen trifft ein, der die Flugbesatzung abholt und direkt zu den Einsatzbesprechungsräumen bringt. Hier werden persönliche Ausrüstungen, wie Fallschirme, Fluganzüge, Sauerstoffmasken, Schwimmwesten usw., abgegeben und die Besatzung bekommt etwas zu essen. Ein Operationsoffizier führt nun alle wichtigen Meldungen auf, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern. Dazu gehören unter anderem Flugzeuge, die sich in Schwierigkeiten befinden oder eine Wasserlandung ausgeführt zu haben und wichtige Informationen über die Aktivitäten der feindlichen Truppen. Ist alles bereit, werden die Besatzungen einer Befragung unterzogen. Dazu steht jeweils ein Offizier pro Besatzung zur Verfügung. Der Offizier stellt eine Reihe von Standartfragen, die alle Aspekte des Einsatzes umfassen. Dazu gehört die Anzahl der feindlichen Kampfflugzeuge, Flakstellungen, das Wetter über dem Ziel, der Bombergeleitschutz, Flugzeugverluste und jegliche andere Beobachtungen über die Anzahl und den Typ der abgeschossenen Flugzeuge werden daraufhin besprochen und miteinander verglichen, um zu vermeiden, dass ein Flugzeug zweimal gezählt wird. Die Navigationsoffiziere geben ihre Bordbücher ab und schreiben zusammen mit den Bomberbesatzungen ihre eigenen ausführlichen Berichte. Die führenden Bomberbesatzungen werden dagegen einer detaillierteren Befragung unterzogen. Dabei vergehen ca. 1 Stunde und 45 Minuten. Nach dem die Besatzung entlassen wurden, bringen Lastwagen sie zur Offiziersmesse oder zurück in ihren Kasernen. Die meisten von ihnen werden so erschöpft sein, dass sie nur noch schlafen wollen. Sie wissen, dass sie in wenigen Stunden vielleicht wieder aufgefordert werden, einen erneuten Einsatz zu fliegen.

Die Luftaufnahmen der Bordkameras werden in den Räumen der Geschwader-Operationen und des Nachrichtendienstes sofort nach der Entwicklung untersucht. Der Geschwaderangriff auf das Ziel wird ausgewertet und ein ausführlicher Bericht an die Geschwader- und Divisionsquartiere geschickt. Im Divisionshauptquartier wird eine Beurteilung der Ergebnisse des Bombenangriffs analysiert und die Verluste des Feindes werden berechnet. Wenn nötig wird das Ziel für zukünftige Angriffe wieder auf die Prioritätenliste gesetzt.

Währenddessen ist das Bodenpersonal wieder mit den Flugzeugen beschäftigt. Sie haben sich über die Dauer der Einsatzes ausgeruht um sich sofort nach Eintreffen der Bomber der Reparatur von Schäden und der allgemeinen Wartung widmen zu können, damit die Flugzeuge für einen weiteren Einsatz am nächsten Morgen bereit sind.