Geschichte

"Ohne die B-17 hätten wir den Krieg vielleicht verloren"
General Carl Spaatz

Die B-17 Flying Fortress, war der berühmteste Bomber der Amerikaner im Zweiten Weltkrieg und wird immer eine Legende bleiben. Sie war bekannt dafür, große strukturelle Schäden erleiden zu können und manchmal mit einem, zwei oder gar drei zerschossenen Motoren noch sicher zurück zum Stückpunkt zu fliegen. Sie flog gezielte strategische Bombenangriffe auf feindliche Ziele und zerstörte diese mit verheerender Präzision. Sie flog ihre Einsätze stets bei Tageslicht und überzeugte selbst Kritiker dieser Taktik. Mit ihren 13 0.50 Kaliber MGs war sie sehr gefürchtet. Und sie war der Bomber, der zehn Flieger in sich aufnahm - viele von ihnen waren noch Teenager - und sie zu einer zähen Kampfeinheit verband.

Crew in der Nacht

"In einer B-17 abzuheben war wie mit einem Greyhound-Bus oder einem voll beladenen Laster abzuheben, du hattest deine Bomben, deinen Treibstoff und deine Munition. Du hast das Ding hochgekurbelt und versuchtest, es dort zu halten. Das Cockpit war der schlechteste Platz, um da oben etwas zu sehen, da du nur geradeaus sehen konntest, und das war's. Du konntest dich nicht umschauen oder nach unten blicken. Du hast mehr Informationen von dem Navigator oder Bombenschützen erhalten, die da draußen in der Glaskuppel saßen. Mir haben der Navigator oder der Bombenschütze immer leid getan. Im Cockpit hatten wir Panzerplatten unter dem Sitz und im Rücken und ein bisschen an den Seiten, aber alles, was die um sich herum hatten, war Plexiglas. Sie waren da, wo sie von den Geschossen getroffen werden konnten. Einmal waren beide Motoren eines Flügels über Frankreich ausgefallen, weit von Zuhause entfernt. Wir mussten ihre Luftschrauben in Segelstellung bringen, damit die Propeller nicht wie Windmühlenflügel rotierten, und die flachen Blätter machten uns langsamer. Wir nahmen das Gas von den zwei verbleibenden Motoren zurück. Mit zwei toten Motoren auf einer Seite wird das Fliegen anstrengend, da das Gewicht der toten Seite die B-17 runter zog. Wir waren so damit beschäftigt, den einen Flügel hoch und das Flugzeug am Fliegen zu halten, dass wir gar nicht darüber nachdachten, dass es abstürzen konnte. Du hast die ganze Zeit alle Motoren beobachtet, den öldruck überprüft, die Umdrehungen pro Minute, besonders dann, wenn du von Flak getroffen wurdest. Die B-17 war einfach zu fliegen. Ich habe ein paar Stunden lang eine B-24 geflogen und das war richtig Arbeit. Die B-17 war stabil und einfach zu fliegen, du dachtest wirklich 'Das Ding fliegt von selbst'"
USAAF Pilot Officer Robert Davila